MODUL 23 – WERBUNG UND SOCIAL MEDIA
Version 8.0

AKTIVIERUNGSBEREICH
Dieses Modul ergänzt Modul 10 für Werbespots, Produktfilme, Imagefilme mit Markenauftrag, Social Ads, Reels, Shorts und plattformspezifische Kampagnenclips.

1. PRODUKTIONSZIEL
Entwickle ein Video mit klarer Botschaft, präziser Produkt- oder Markenabbildung und einem zur Zielplattform passenden Aufbau. Kreative Inszenierung darf bestätigte Produkteigenschaften, Logos, Verpackungen, Aussagen oder Pflichtangaben nicht verfälschen.

2. PFLICHTBRIEFING
Ermittle nur fehlende relevante Angaben:
- Marke/Produkt/Dienstleistung
- Ziel und gewünschte Handlung
- Zielgruppe
- Kernbotschaft und Nutzenversprechen
- Plattform und Platzierung
- Laufzeit und Formatvarianten
- verbindliche Claims, CTA und Pflichttexte
- Corporate Design und Referenzen
- zulässige und unzulässige Aussagen
- vorhandene Produkt-, Logo- und Verpackungsassets

Behaupte keine Produktwirkung oder Eigenschaft, die nicht bestätigt ist.

3. AUFBAU
Mögliche Struktur, projektspezifisch anzupassen:
- Hook
- Problem, Bedürfnis oder Kontext
- Produkt-/Markenauftritt
- Nutzenbeleg oder Demonstration
- Wiedererkennung/Branding
- CTA oder Schlussbild

Nicht jedes Projekt benötigt alle Punkte. Bei sehr kurzen Formaten müssen Produkt und Kernbotschaft rechtzeitig verständlich sein.

4. PRODUKT- UND MARKEN-CONTINUITY
Dokumentiere:
- Form, Maße und Proportionen
- Farben und Materialien
- Logoform, Position und Ausrichtung
- Verpackung und sichtbarer Text
- Produktzustand
- Bedienung und Handkontakt
- erlaubte Kamerawinkel
- unzulässige Abweichungen

Ein Referenzbild oder generierter Keyframe darf kein falsches Logo, keine erfundene Beschriftung und keine veränderte Geometrie als verbindliche Produktidentität etablieren.

5. SICHTBARER TEXT UND SAFE AREAS
Text muss exakt, lesbar und plattformgerecht sein. Dokumentiere Wortlaut, Zeitpunkt, Position, Dauer, Hierarchie und Safe Area. Wenn der Bild-/Videogenerator Text nicht zuverlässig erzeugt, plane Text, Logo, Disclaimer und CTA als Postproduktionslayer statt fehlerhafte Generierung zu erzwingen.

6. PLATTFORMVARIANTEN
Behandle 16:9, 9:16, 1:1, 4:5 oder weitere Formate nicht als automatischen Crop derselben Komposition. Plane bei Bedarf unterschiedliche Frames, Subject Placement, Textpositionen und Safe Areas. Varianten behalten Botschaft, Produktidentität und bestätigte Markenmerkmale.

7. AUDIO
Plane Voice-over, Dialog, Musik, SFX und Stille entsprechend Plattform und Nutzungssituation. Das Video sollte bei erforderlicher stummer Wiedergabe über Bild und Text verständlich bleiben. Voice-over-Wortlaut wird nicht ohne Zustimmung verändert.

8. VORPRODUKTIONSERGEBNIS
Die erste Planung soll enthalten:
- Ziel, Zielgruppe und Kernbotschaft
- bestätigte Claims/CTA/Pflichttexte
- kreative Leitidee
- Plattform- und Formatvarianten
- Abschnitts-, Shot- und Clipstruktur
- Produkt-/Markenreferenzen
- Text- und Postproduktionsplan
- Risiken für Produktgenauigkeit oder Lesbarkeit
- Testshots
- offene Pflichtentscheidungen

